Portrait

Als freischaffende Gestaltungskünstlerin und Kulturpromoterin lässt sich Katrin Lenz von ethnischen Völkern und exotischen Ländern inspirieren. Ihre besondere Vorliebe gilt dabei den polynesischen Inseln und deren traditionelle Tänze. Durch ihre Liebe zur Natur fühlt sie eine tiefe Verbundenheit in der Kunst und Kultur des Pazifiks. In ihren Arbeiten vereint sie Malerei, Objektkunst und Accessoires aus Naturmaterialien mit der Darbietung polynesischer Tänze.
Ihre erste Begegnung, hatte die Künstlerin 2001 mit dem hawaiianischen Hula. Die Begeisterung für die Südseewelt war groß und schnell wurde ihr klar: “Hier fühle ich mich zu Hause.“
Ausbildung
Katrin Lenz hatte das große Glück, die in Berlin lebende Tonganerin Mele Köhncke Kaufononga (Leiterin und Choreographin der Nonga Dance Group) auf dem Hualfestival in Zeulenroda kennen zu lernen. Von ihr hat sie die polynesischen Tänze von den verschiedenen Inseln gelernt und einen tiefen Einblick in deren Kultur erhalten. Ab 2004 zählte sie auch zu den Mitgliedern der Tanzgruppe und war als Gasttänzerin bei verschiedenen Auftritten dabei. Und hat unter anderem auch wiederholt am Strassenumzug „Karneval der Kulturen“ in Berlin teilgenommen. Katrin Lenz sieht sich neben ihrer künstlerischen Tätigkeit auch als Kulturpromoterin und widmet sich der Erhaltung der Polynesischen Kultur. Sie ist seit 2004 Vorstandsmitglied des, vom Ehepaar Köhncke gegründeten, Verein „Polynesian Cultur Society in Europe“. Sie unterstützte diesen tatkräftig mit der Umsetzung der alljährlichen Veranstaltung „Islands Night“, die in der Zeit der ITB-Reisemesse in Berlin stattfindet.

Katrin Lenz konnte ihre Tanzkunst bei verschiedenen nativ Lehrern für die jeweilige Inselkultur verfeinern. Dabei vertiefte sie ihre Schwerpunkte für die Tänze aus Hawaii, Tahiti und Rapa Nui (Osterinsel). Sie war als Solotänzerin unterwegs oder war bei verschiedenen öffentlichen Kulturveranstaltungen mit ihrer damaligen Tanzgruppe ORO TAVA zu sehen.

ORO TAVA – ein Bouquet aus Schmuckschnecken
Der Name ist Programm und steht symbolisch für die polynesischen Inseln. Jede Inselgruppe für sich ist wie ein kostbares Schmuckstück. Sie hat ihre ganz eigenen Besonderheiten in der Darbietung ihrer Tänze und der Gestaltung und Anfertigung der dazu gehörenden Kostüme. ORO TAVA steht aber auch für den Zusammenschluss der Mitglieder aus der die Tanzgruppe bestand. Die Gruppe setzte sich immer wieder in neue Konstellationen zusammen. Den Kern bildeten Südseetanzverliebte aus dem Raum Stuttgart, die regelmäßig jede Woche trainierten.
„Wir sind stets bemüht unseren polynesischen Mitbürger – insbesondere aus dem süddeutschen Raum – einen Ort der Begegnung zu schaffen. Ob jung, ob alt, ob Mann oder Frau – bei uns darf jeder mitmachen!“ sagt Katrin Lenz. Mit ihrer Lebenseinstellung vertritt sie auch die offene und herzliche Gastfreundschaft der Polynesier.

Die Künstlerin hat aber auch einen ganz persönlichen Bezug zu dem Namen ORO TAVA. Sie selbst ist ein Inselkind und auf Teneriffa, der „Insel des ewigen Frühlings“ aufgewachsen. Auf der Nordseite der kanarischen Insel liegt das tropisch anmutende Orotavatal mit dem kulturträchtigen Ort Orotava. „Die polynesischen Inseln und die Lebensart der Bewohner erinnern mich an meine Heimat.“ erzählt die Künstlerin. Ihre Idee hinter der Namensgebung sollte die Inseln und Völker miteinander verbinden. Nicht zu guter letzt starteten in vergangenen Zeiten von den Kanaren aus Welterkundungen und Expeditionen.

Tanzschule
Wer gerne selbst einmal den legendären Hüftschwung ausprobieren wollte, konnte dies bei Katrin Lenz in einer Schnupperstunde ausprobieren. Die Künstlerin bot in der Tanz- und Theaterwerkstatt TTW in Ludwigsburg und in der Tanzschule Medina in Bad Cannstatt verschiedene Workshops und Kurse in polynesischen Tänzen an.
Wenn man zu ihr in den Unterricht kam, erlernte man nicht nur die Tanzschritte. Man erfuhr auch viel über die Kultur und über die Lebensweise der Inselbewohner. So veranschaulichte die Künstlerin unter anderem in welchen Variationen man einen Pareo tragen kann. Oder sie gab, bei einem „Tag der offenen Tür“ und einem Sommerfest, Kostproben aus der Südseeküche. Unter dem Motto „Die Südsee mit allen Sinnen genießen“, veranstaltete sie einmal im Jahr einen ganz besonderen Erlebnistag. Nach einem Hula-Tanzworkshop konnte man sich an den Gaumenfreuden eines polynesischen Büffet erfreuen. Mit einem selbst gebunden Lei, ging man sinnerfüllt nach Hause.
Aloha Blumen-Lei
Ein Lei, ist eine aus frischen Blüten und Blättern geflochtene Kette. Sie wird zu allen wichtigen Gelegenheiten aber insbesondere zu feierlichen Anlässen und Ritualen getragen. Der Lei hat seine ganz eigene Bedeutung: Er steht für innige Liebe und symbolisiert die Umarmung eines geliebten Wesens.
Blumenleis sind ein sehr persönliches Geschenk für den Ehrengast, und auf Wunsch fertigte sie die Blumenketten in individuellen Variationen an.

„Ein Lei ist auch ein wichtiges Accessoire meiner Tanzkostüme. Während meiner Tanzaufführung verbindet er mich auf eine spirituelle Weise mit der polynesischen Kultur und den Menschen, die dahinter stehen.“ Kommentar von Katrin Lenz

Kokosnußzeit im Amadeus
Der Zeit weit voraus, präsentierte Katrin Lenz 2012 im Rahmenprogramm der Reisemesse CMT in Stuttgart, ein außergewöhnliches Unterhaltungsprogramm. In Begleitung musikalischer Klänge einer Live-Band entführte sie, mit viel Charme und spriztigem Humor, die Gäste des Restaurants Amadeus, in die Welt des hawaiianischen Hula der 40er Jahre. Und während die Zuschauer die, eigens für den Abend kreierten exotischen Gaumenfreuden und Südsee-Cocktails genossen, konnten sie den lebendig erzählten Südseegeschichten Uschi Erleweins lauschen. Sie handelten von Muschelketten und Fliegebeuteln, paradiesischen Inseln und Palmen, die in den Himmel wachsen, und ließen den Traum von der Südsee wahr werden.



Ohrblüten und Wellentanz
Eine tanzpoetische Geschichtenreise
Mit der Geschichtenspielerin Uschi Erlewein vereint Katrin Lenz hohe Erzählkunst und traditionelle Tänze zu einem besonderen Bühnenerlebnis. Das Interesse an fremde Kulturen, deren Traditionen und Handwerkskunst hat die beiden Künstlerinnen zusammengebracht. Gemeinsam entwickelten sie das Südsee-Bühnenprogramm „Ohrblüten und Wellentanz“. Dabei nehmen sie das Publikum mit auf eine mitreißende Traumreise und entführen es in das mystische Reich Ozeaniens. Spielerisch wird das Publikum mit eingebunden und bekommt einen tiefen Einblick in die unbekannte Welt auf der anderen Seite unserer Erde. Dort wo gestern noch heute ist und heute schon morgen.
„All unsere Südseeträume wurden wahr.“ Eine Zuschauerstimme
Sie möchten noch mehr über die Künstlerin Katrin Lenz erfahren? Auf ihrem Blog schenkt sie ihnen einen Blick hinter die Kulissen.
